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AKTUALITÄT | NACHRICHTEN | 20 October 2016

Schottischer Kletterer Michael Kosterlitz erhält Physiknobelpreis

Nach seinen Ruteneröffnungen in den Alpen und dem Orco Tal in den 70er Jahren, meisterte er auch die erste Wiederholung des American Direct zum Dru 1966.

Der Kletterer Michael Kosterlitz erhält den Physik Nobelpreis 2016. Credit: Aalto University, Johanna Lass
In den 60er Jahren stand ein junger Mann aus Aberdeen an der Spitze des europäischen Klettersports. Er begann das Klettern in den schottischen Highlands, die ihm aber bald zu klein wurden. Daher schaffte er bald den Sprung in die Alpen wo er 1966 zusammen mit Mick Burke die erste Wiederholung des Aufstieges zum Dru auf den Weg des American Direct schaffte. Obwohl er durch seine weiteren Verpflichtungen kaum zum Klettern kam, eröffneten sie die zwei Jahre später die Via degli Inglesi, ED, (1968) im Norden des Piz Badille.

Sein postdoktorales Studium absolvierte er am Polytechnikum Turin. Während seines Aufenthaltes in Italien entstand eine fruchtbare Zusammenarbeit der Ruteneröffnung in dem weltweit bekannten Orco Tal und den italienischen Yosemiten, welche auch das Bouldern in dieser Gegend bekannter machte. Bis heute bliebt der sogenannte Kosterlitz Spalt einer der bekanntesten klassischen Felsblöcke in diesem Tal.

“Es war einfach unglaublich. Dort gab es eine undurchbrochene Serie von Gesteinswänden, eine schöner und größer als die andere und alles musste noch erkundet werden. Es war als würde ich einen Yosemiten direkt vor meiner Haustür finden. Da ich nur die kleinen Wände in Wales und Derbyshire gewohnt war und dort bereits alles bis zum letzten Fußtritt erkundet hatte, war dies ein Himmel auf Erden. Wir mussten uns nur entscheiden, wohin wir gehen wollen. Es war unglaublich, dass es noch immer Plätze wie diesen gab.” bestätigte der Nobelpreisgewinner in einem Interview mit Gianni Battimelli Jahre später.

Michael Kosterlitz spielte eine wichtige Rolle bei der Gründung der “Nuovo Mattino” (Neuer Morgen) Bewegung von Kletterern, welche Kreativität, freies Klettern, Ethik und Innovation in Kletterausrüstung mehr würdigen, als die traditionellen Werte von Zeit, den Fokus auf den Gipfel, Nationalismus und Heldentum.

Während seiner Zeit als Forscher in der Brown Universität, Rhode Island (wo er noch immer eine Stelle als Physikprofessor besetzt) bestieg er die großen Wände der Yosemiten und eröffnete auch einige klassische Routen, wie zum Beispiel die Kosterlitz-Highbee Spalte in den Bugaboos.

Traurigerweise zwangen gesundheitliche Probleme Kosterlitz dazu mit dem Klettern aufzuhören. Jedoch konnte er dadurch seine Kräfte auf die Forschung konzentrieren, welche ihm dann in 2016 den Physiknobelpreis bescherten.

Es ist interessant anzumerken, dass die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften 1972 als die einflussreichste Zeitperiode, mit dem größten Beitrag zu Koesterlitz’s Forschungsarbeit, referenziert. Im selben Jahr war Michael auch als Kletterer, im italienischen Orco Tal, am aktivsten. Dies belegt, dass die Liebe und Leidenschaft zu dem Bergen nicht unvereinbar mit intensiver wissenschaftlicher Forschung ist.

NOBELPREIS
Der Phisik Nobelpreis ging ebenfalls an David J. Thouless und F. Duncan M. Haldane für “das enthüllen von Geheimnissen exotischer Materie”. Die schwedische Akademie der Wissenschaften bekräftigt, dass die drei britischen Preisträger “theoretische Entdeckungen topologischer Phasenübergänge und topologischer Phasen der Materie” gelangen. Phasenübergänge treten auf, wenn Stoffphasen sich ändern, wie zum Beispielt wenn Eis schmilzt oder wenn heißes Wasser verdampft. Die Akademie nennt auch weiter Implikationen, welche diese Entdeckung für die Zukunft bringen kann. “Dank ihrer Pionierarbeit, ist nun die Jagt nach neuen Materiephasen eröffnet. Man kann auf zukünftige Anwendungen in Elektronik und Supraleitern oder, in entfernterer Zukunft, in Quantencomputern, hoffen.”

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